Damen Oberliga: Knappe Niederlage gegen Derendingen

Bemüht die hohe Niederlage beim SC Freiburg vergessen zu machen, starteten die TSV Damen engagiert und mutig in die Partie gegen Favorit TV Derendingen. Bereits nach acht Minuten verweigerte der nicht immer sicher wirkende Schiedsrichter dem TSV einen klaren Handelfmeter. Dies blieb nicht die einzige strittige Situation. Praktisch in der folgenden Aktion fiel das 0:1 nach einer Ecke (9.). Derendingen gewann in dieser Anfangsphase des Spiels überhand und TSV-Keeperin Sara Heuser musste mehrmals eingreifen, um ihre Mannschaft im Spiel zu halten. Unglücklich fiel das 0:2: nach einer Hereingabe von rechts traf Lara Karnahl bei ihrem Klärungsversuch den Ball nicht richtig und lenkte ihn so ins eigene Tor (14.) Auch durch dieses Gegentor wollte sich das TSV-Team nicht entmutigen lassen und versuchte weiter nach vorne zu Akzente zu setzen. Man hatte einige Gelegenheiten, meist jedoch war der Abschluss aber zu unpräzise. Zudem spielten die Gäste stets schnell und gefährlich nach vorne, sodass die Defensive nie zu sehr vernachnlässigt werden durfte. Miriam Del Brio war es, die nach einer Hereingabe von Amelie Wolf den Ball zum Anschlusstreffer einnetzen konnte (1:2, 27.).

Aber die Gäste dachten gar nicht daran, ihren Vorsprung kampflos herzugeben und legten wieder einen Zahn zu. Das 1:3 war dennoch in der Entstehung bitter für die Heimelf: Voraus gegangen war ein ungeahndeter Bodycheck gegen TSV-Verteidigerin Lorena Heinz. Kollektive Unachtsamkeit steuerte ebenfalls ihren Teil bei, und so musste man wieder einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher laufen. Doch wie bereits mehrfach unter Beweis gestellt, spielten die TSV-Damen unter dem Motto: Aufgeben gilt nicht, jetzt erst Recht! Mit gehöriger Wut im Bauch legte man wieder an Tempo und Offensivdrang zu und zeigte auch gefährliche Aktionen nach vorne. Die Partie konnte offener gestaltet werden, beide Teams hatten ihre Torchancen, doch der TSV drängte mehr und mehr auf den Anschlusstreffer. Mit Erfolg: nach einem sensationellen Pass von Elena Mathes auf die starke Marie Langner konnte eine Gästeverteidigerin deren scharfe Hereingabe nur noch ins eigene Tor klären (2:3, 42.).

Nach der Pause zeigte die Heimelf weiter Zug nach vorne, doch die wenigen klaren Torchancen wurden leider vergeben. Die spielerische Klasse der Partie flachte etwas ab, Hektik und Zweikampfhärte kamen dafür hinzu. Trotz mehrerer Umstellungen und Wechsel bemühte sich das TSV-Team um den Ausgleich. Dieser blieb jedoch verwehrt. Auch Derendingen brachte nichts zählbares mehr zustande.

So bleibt eine 2:3 Niederlage und die Erkenntnis: Hier wäre mehr drin gewesen! Dennoch hat sich die Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche deutlich gesteigert, schade nur, dass der Lohn ausblieb! Nächte Woche soll dies gegen den nächsten „Brocken“ erneut versucht werden: der ASV Hagsfeld ist am nächsten Sonntag um 14 Uhr zu Gast am Kiesteichweg.