Damen Landesliga: Hart erkämpfter Sieg im Derby gegen 08 Lindenhof

Die Vorzeichen hätten besser stehen können: Verletzungssorgen, Urlauber und daraus resultierend eine chaotische Spielvorbereitung, das waren die Handicaps mit denen sich Trainerteam und Spielerinnen im Vorfeld des Spiels gegen die noch ungeschlagene Mannschaft von 08 Lindenhof herumschlagen mussten. Dementsprechend unorganisiert und unkonzentriert begann das Team auch die Partie. Zudem musste man sich erst einmal mit der etwas ruppigen Gangart der Gastgeberinnen arrangieren. Lindenhof agierte überwiegend mit langen Bällen auf die agilen Spitzen, was der TSV jedoch lange Zeit nicht unter Kontrolle bekam. Ebenso gab es praktisch kein eigenes Spiel nach vorne. Nur die überragende Janine Kappes im TSV-Tor verhinderte schlimmeres, ohne sie hätte man sich auch über einen höheren Rückstand nach der ersten halben Stunde nicht beschweren dürfen. Ganz langsam gelang es der Mannschaft aber, die Lindenhöfer Angriffe zu unterbinden. Eigene, vorsichtige Angriffsaktionen gegen Ende der ersten Halbzeit deuteten eine Verbesserung an.

In Halbzeit zwei hatten sich die TSV-Damen offensichtlich besser auf die Spielweise des Gegenes eingestellt. Nur noch selten erreichte ein langer Ball die 08-Spitzen. Demgegenüber gelang es etwas besser eigene Aktionen zu initieren und das ein oder andere Mal in den gegnerischen Strafraum vorzudringen. So bekam man auch die Chance, durch einen Elfmeter in Führung zu gehen, als die eingewechselte Romy Gajdera in der 58. Minute im Sechzehner in die Zange genommen worden war. Dorota Kornefal scheiterte jedoch an der sehr gut reagierenden Heimtorfrau. Auch durch diesen Rückschlag ließ sich das TSV-Team nicht beirren und mühte sich weiter durch die körperlich intensive Partie. Überhaupt muss bemerkt werden, dass die TSV-Damen trotz der aufgeheizten Atmosphäre auf und neben dem Platz ruhig blieben, mit Sicherheit ein ganz wichtiger Baustein für den Sieg. Zehn Minuten nach dem ersten Elfmeter war es wiederum Romy Gajdera, die im Strafraum die Beine gestellt bekam. Diesmal trat die Gefoulte selbst an und verwandelte sicher zum Treffer des Tages (68. Minute). Die darauffolgenden zwanzig Minuten waren spannend, aber mit Sicherheit nicht schön anzusehen. Am Ende brachten das TSV-Team den Vorsprung über die Zeit und die drei Punkte nach Hause.